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Stopselclub Ramsach e.V.
Stopselclub Ramsach bei der Pöringer Gruppe 2025
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„Wo kommt eigentlich das Ramsacher Wasser her und welcher Aufwand steckt dahinter, unser Dorf zuverlässig mit gutem Trinkwasser zu versorgen?“
Dieser Frage wollten wir nachgehen und vereinbarten mit dem Verbandsvorsitzendenden Pöringer Gruppe, Wilfried Lechler, einen Termin für Anfang Juni. Am frühen Abend des 03.Juni trafen sich dann 22 interessierte Ramsacher
Bürger am Rathaus in Pürgen. Ist doch Wilfried Lechler auch der Rathauschef der Gemeinde Pürgen und somit mit allen Themen rund ums Trinkwasser, aber auch der regionalen Politik und Landwirtschaft bestens vertraut.
Kurzum „Mit allen Wassern gewaschen.“
Im Konvoi ging es auf verschlungenen Wegen hinauf zum Hochbehälter, dem Herzstück der Wasserversorgung.
Auf der Anhöhe über Pürgen mit einem wunderbaren Rundblick über die Landschaft begrüßte uns Herr Lechler und gab uns einige interessante allgemeine Informationen über die Pöringer Gruppe, die sich bereits seit 1904 dem Trinkwasser in der Region widmet.

Als sich zu den Erklärungen unter freiem Himmel dann passender Weise auch ein paar Regentropfen gesellten, wurde die Info im Bürobereich des Hochbehälters weiter geführt.
Wir bekamen umfassende Infos über das Wassernetz, die angeschlossenen Brunnen, die Verteilung des Wassers in Störungsfällen und natürlich auch Ausführungen über die kostenintensive Sanierung und Erweiterung des Trinkwassernetzes.
Insbesondere in die Sanierung wurde lt. Herrn Lechler seit den 50er Jahren nicht ausreichend investiert, was nun zu einem gewaltigen Investitionstau führt.
Neben anderen Faktoren wie der Explosion der Energiekosten und durch wachsenden Bedarf aufgrund steigender Bevölkerungszahlen in der Region, ist auch das Auffinden neuer Quellgebiete mit kostenintensiven Untersuchungen ein Grund für die allgemeinen Steigerungen.
Ein netten Vergleich zog Herr Lechler mit der permanenten Erhöhung u. a. des Bierpreises. „Da wird einige Tage drüber geschimpft und nach der zweiten Halben ist schon wieder Gras drüber gewachsen“ sagte er sinngemäß. Angesichts des angekündigten Preises für eine Wies'n Maß, die dieses Jahr bei 15 Euro liegt ist unser gutes Trinkwasser ein wahres Schnäppchen.
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Sehr interessant war dann auch ein Blick in die Trinkwasserbecken bevor es ins Unterschoss des Behälters ging, wo alle Rohre und Verteiler erst kürzlich erneuert und erweitert wurden, sowie die permanente manuelle Überwachung von einem internetgestütztem System abgelöst wurde. So können Leckagen und Druckabfälle deutlich schneller festgestellt werden als noch vor einiger Zeit.
Nach ca. 90 Minuten intensiver Info, in der auch alle Fragen ausführlich beantwortet wurden, trat unsere Gruppe wieder den Heimweg an.
Wir bedanken uns bei Herrn Lechler für die interessante Führung, für die Hintergrundinformationen und die ausführliche Erklärung insbesondere über die weitere Zukunft des Trinkwasserverbandes.
Dank auch an Sabrina Schwaiger aus der Verwaltung, die mit uns den Termin abstimmte.
Text und Fotos: Udo Frechen
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